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Sunday, 2 August 2015

Huntly Farmers' Market

Farmers' Markets gibt es öfter in Aberdeenshire.
Sie wurden eingeführt, um örtlichen Landwirten und Produzenten von Nahrungsmitteln und anderen Produkten eine Möglichkeit zu geben, deren Produkte direkt zu vertreiben, ohne auf Supermärkte oder Geschäfte angewiesen zu sein.

Ähnlich wie in Deutschland, verdrängen hier zumeist industrielle Nahrungsmittelproduzenten und große Supermarktketten, einschließlich Lidl und Aldi, die kleineren traditionellen Geschäfte und Produzenten.

Der Markt in Huntly hat sehr strenge Regeln und ist deswegen zwar klein aber fein. Alle angebotenen Produkte müssen selbst hergestellt sein und es gibt von einer Produktart nur einen Stand. Der Grund dafür ist, dass zu viel Konkurenz es für Marktteilnehmer unwirtschaftlich macht, zu einem Markt zu kommen, was Märkten in anderen Teilen von Aberdeenshire, die nicht diese Regel hatten, sehr geschadet hat.

Obwohl es schwierig sein kann außerhalb von Farmers' Märkten örtlich hergestellte Produkte zu erwerben, sind diese von einer herausragenden Qualität und besser als die im Supermarkt. Oft werden dort auch Produkte angeboten, die es in den Supermärkten gar nicht gibt.

Die besten eingelgten Oliven weit und breit
Ein Beispiel hierfür sind die Fleischprodukte. Viele Farmer züchten hier seltene Haustierrassen, die sich für den Verkauf in großen Supermarktketten deswegen nicht anbieten, weil diese bei der Produktauswahl auf gleichbleibende Qualität in großen Mengen wert legen. Die seltenen Haustierrassen sind so selten das "große Mengen" ein Kriterium ist, dass sich nicht erfüllen lässt.



 Dasselbe gilt für die Wildproduzenten. Wildfleisch ist verfügbar je nach Jagdsaison und Jagderfolg. Infolge dessen variiert das Angebot an Wildfleisch von Monat zu Monat.

Amy und Yvonne in einem fast ausverkauftem Stand
Ein besonders Beeindruckender Stand ist der von Glenview Farm. Amy und Yvonne lieben Gemüse und so kamen sie dazu es für sich und andere anzubauen. Die Liebe und Arbeit, die sie in das Gärtnern hineinstecken, lässt sich an den Resultaten ersehen. Sie schaffen es, Gemüse wie Tomaten und Gurken zum Reifen zu bringen, wenn alle Hobby Gärtner der Gegend noch auf Blüten hoffen. Gerne geben Yvonne und Amy Auskunft, wie sie es schaffen, ihre Pflanzen zum wachsen zu bringen. Mit all ihren Tipps wachsen meine schon besser, aber es braucht wirklich die Leidenschaft und Begeisterung für Gemüse, die den Unterschied ausmacht. Es empfiehlt sich entweder das Gemüse für den Markttag im voraus zu bestellen oder sehr früh zum Markt zu kommen, weil die Damen sehr schnell ausverkaufen.

Der Informationsstand des Huntly und District Development Trust


Welche Stände zu welchem Markt kommen, lässt sich auf der Webseite des Farmers' Marktes erfahren. Der wohl größte Markttag ist der erste Samstag im September, wenn der Markt auch am längsten dauert (anstatt von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr geht dieser bis 16.00 Uhr), sich Huntly Hairst (Huntly Ernte) nennt und in eine Vielzahl von traditionel schottischen Veranstaltungen eingebettet ist, die Huntly zu einem Ausflugsziel für die ganze Familie machen. Mehr dazu gibt es auf der Webseite des Food und Farming Festivals.

Hier gibt es auch die Wanderführer für Huntly und Umgebung

Wer es nicht zu dem Markt schafft, hat zum Teil die Möglichkeit, von den Produzenten vor Ort zu kaufen. Mortlach Game bieten ihr Wildfleisch auch über die Webseite an, einfach kontaktieren und fragen, was im Angebot ist. 

Steve und Emma von Mortlach Game
Und CastleHill Farm, die die wundervollsten Ziegen- und Schafwürste und auch sonst jede Menge feinster Fleischprodukte von seltenen Haustierrassen haben, bieten Kunden die Möglichkeit, Fleisch auf ihrem Hof zu kaufen. In jedem Fall vorher anrufen oder emailen, um sicher zu stellen, dass jemand da ist.

Ian (Castlehill Farm) mit Tochter Dasie, die ihm oft hilfreich zur Seite steht
 Gelegentlich gibt es auch Musik.


Jeder Farmers' Market bietet einen Informationsstand an dem örtliche Gruppen die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren und einen Fundraising Stand in dem gemeinnützige Gruppen Lotterien abhalten und andere Angebote haben, um Geld für ihren Zweck zu Sammeln.

Jane setzt sich für gerechten Handel ein
Und fast immer hat Deveron Arts einen Stand.


 Deveron Arts ist ein großartige Kunstorganisation, deren Kunst über den ganzen Ort verteilt zu bewundern ist und die viele Aktionen veranstalten, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen.

Die Vielfalt des Farmers' Market zieht eine bunte Schar von Besuchern an, ein monatliches schottisches Ritual fernab ausgetretener Touristenpfade.

Wednesday, 18 March 2015

Musik in der Tin Hut

Die Tin Hut ist eine kleine Halle mit einer schönen Akustik in Gartly unweit von Huntly, in der sich an jedem letzten Donnerstag im Monat Musiker zu den Tin Hut Sessions versammeln. Nacheinander geben sie Lieder zum besten, alles von schottischer Volksmusik, Eigenkompositionen bis hin zu Pop- und Rock. Erlaubt ist was gefällt. 

Fraser organisiert nicht nur diese Treffen, sondern nimmt auch Teil. 



Die nachfolgenden Videos sind sehr dunkel, weil die Halle fast nur von Kerzenlicht erhellt wird, aber sie geben einen guten Eindruck von der Musik, die dort zu hören ist. Fraser wünscht sich Sonne und Wärme:


Humor ist ein wesentlicher Bestandteil des Abends, auch wenn er oft trocken serviert wird. Als sich Marys Handy mittem in einem Lied mit dem Nokia Ringtone unüberhörbar bemerkbar machte, lehnte sich Fraser zu Mary hinüber und sagte halblaut: "Falsche Tonart."








Adam kam zu Besuch. Er ist ein Musiker auf Reisen und er komponiert seine eigenen Songs.





Und dann sind da unsere eigenen einheimische Musiker, die die alten Lieder kennen und gerne zum Besten geben.



Es geht dabei nicht um Perfektion, sondern um das Gemeinsame. Deswegen freuen sich alle Musiker über jeden neuen Teilnehmer. Jeder der ein Musik Instrument spielt oder singt, ist willkommen.


Aber auch Zuhörer sind erwünscht. Musik machen macht mehr Spaß, wenn jemand da ist, der sie genießt. Deswegen einfach mal vorbeikommen, zum Musizieren oder Zuhören. Der Eintritt ist frei.

In der Tin Hut finden aber auch professionelle Konzerte statt mit oft herausragenden Künstlern. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite der Tin Hut.

Die Tin Hut hat keine Bar und es gibt auch kein Pub in der Nähe, deshalb werden Besucher immer dazu ermutigt, selber für Ihr leibliches Wohl zu sorgen und sich Getränke selber mitzubringen.

Mit der Kombination von professionellen Veranstaltungen und der Musik für Jedermann hat die Tin Hut im vergangenen Jahr die Auszeichnung für den besten Club des Jahres 2014 des renomierten Scots Trad Music Awards gewonnen.

Monday, 19 January 2015

Huntly Webseite auf deutsch

Wie schon in diesem Blog beschrieben, ist Huntly ein bezaubernder Ort, in dem es sich fantastisch Urlaub machen lässt. 

Wer mehr über die örtlichen Gegebenheiten in Huntly erfahren möchte, kann jetzt mehr über den Ort auf Huntly.de nachlesen, komplett auf Gordon Dress Tartan präsentiert. 

Tuesday, 21 October 2014

Halloween


Dudendance sorgen für magische Eindrücke in Huntly

Auch wenn die Amerikanisierung vielerorts die alten schottischen Halloween Traditionen verdrängt hat, so spiegeln sie sich oft noch in den Einstellungen der Menschen hier wieder. Diejenige, die das Trick-or-Treat ablehnen spalten sich in zwei Gruppen. Viele christlich, religiöse Menschen lehnen Halloween als heidnisches Spektakel ab und aus diesem Grund werden auch in Schulen keine Halloween Partys für die Kinder gegeben. Die andere Gruppe besteht aus Leuten, die einfach die alte schottische Tradition schöner finden.

Früher haben sich die Kinder zu Halloween auch verkleidet, aber es gab keine ausgehöhlten Kürbisse, sondern ausgehöhlte Rübenlaternen, die die Kinder mit zum Guising nahmen. Sie gingen von Haus zu Haus, aber anstatt, "Trick or treat!" (Streich oder Süßigkeit) zu brüllen sagten sie Gedichte auf oder sangen ein Lied. Dafür gab es dann halt eine Belohnung. Oft erfragten die Kinder bei der Gelegenheit auch "A penny for the Guy" (Ein Penny für Guy). Um den 5.November findet die Guy Fawkes Night statt, in welcher früher eine Strohpuppe verbrannt wurde als Warnung für all jene, die auch mit dem Gedanken spielen das Parlamentsgebäude in London in die Luft zu sprengen. Damals waren Bonfire (Feuer) ein rein privates Vergnügungen und welche Kinder machen nicht gerne ein schönes Feuer in der Nacht. Und so sammelten sie schon mal an Halloween brennbare Materialien.

Heutzutage werden zumindest im Nordosten keine Strohpuppen mehr verbrannt und die Organisation des Bonfire, dass um den 5. November abgehalten wird, ist in fester Hand der Rotary Clubs. Dementsprechend groß sind die Feuer und werden von einem Feuerwerkspektakel begleitet.

Obwohl viele die alten Traditionen nicht vergessen haben, scheinen diese Traditionen im modernen Schottland nicht mehr so recht einen Platz zu haben. 




Um so erfreulicher ist es da, dass in den letzten Jahren in Huntly eine neue Tradition Fuß gefasst hat. Halloween in Huntly ist ein Spektakel für Groß und Klein und wird von Huntlys Bürgern in Zusammenarbeit mit Deveron Arts organisiert.


An drei Tagen finden ein Reihe von Veranstaltungen statt, die sich Performance Art und allem widmet, was Halloween so mit sich bringt und was die Leute in Huntly um diese Zeit so machen wollen. Herzstück sind die Veranstaltungen am Samstag.



Vor der beeindruckenden Kulisse von Huntly Castle führen Künstler und Tänzer unwirkliches, geheimnisvolles und gespenstisches auf. Danach führt die örtliche Pipe Band mit Masken verkleidet die Halloween Besucher zurück zum Square und zur Stewarts Hall, wo der Rest des Abends dann mit einem Ceilidh gefeiert wird.


Das volle Programm ist hier zu finden:

http://www.deveron-arts.com/events/halloween-huntly-2014/

Saturday, 19 April 2014

Pubs

Pubs in Schottland unterscheiden sich sehr von der deutschen Kneipe an der Ecke. Sie erfüllen oft vielfältige Funktionen und haben niemals eine Kegelbahn. Viele Pubs sind so was wie 'fast Restaurants', sie bieten eine kleine Auswahl an Gerichten an und haben den ganzen Tag geöffnet.

Es gibt auch Pubs, in denen es nichts zu essen gibt außer kleinen Tüten mit Crisps (Chips) und Peanuts (Erdnüssen). 

Pubs unterteilen sich meistens in eine Bar und eine Lounge.

Früher waren Bars reine Männerdomänen, Frauen gingen nie in die Bar. Ihr Platz war zu Hause am Herd, wo sie besonders Freitags hofften, dass der liebende Gatte nicht sein ganzes Wochengehalt nach der Arbeit im Pub vertrinken wird. 

Wenn die Damen denn ausgingen, dann war ihnen die Lounge vorbehalten. Pubs haben auch heute noch oft eine Lounge, ein Raum, in dem man sich immer noch zu einem Drink versammeln kann und der meistens für gesellschaftliche Anlässe genutzt werden kann. 

In ländlichen Gegenden kommt es durchaus noch vor, dass besonders die älteren Damen sich noch an diese Aufteilung halten. Die Besucherin findet das sehr schnell heraus, wenn sie von den Männern an der Theke angestarrt wird, als wenn sie von einem anderen Planeten kommen würde.

Der Schottlandbesucher wird finden, dass Bars sehr leer und sehr voll sein können. Es gibt Stoßzeiten. So gibt es immer noch den Brauch, nach der Arbeit mit Kollegen schnell noch auf einen Drink zu gehen und so sind viele Bars zwischen 4 und 6 Uhr gut besucht. Dann wird es wieder still bis ungefähr 9 Uhr.

Viele Pubs haben einen Fernseher auf dem die Fußballspiele gemeinschaftlich gesehen werden können. 

In ausgesuchten Pubs treffen sich oft auch Gruppen zu verschiedensten Anlässen in der Lounge, z.B. Parent Council meetings (Elternbeirat Treffen), Book Clubs, Committees die Veranstaltungen planen und, wenn man viel Glück hat, Musikgruppen, um Musik zu machen.

Wenn man ein Gespräch mit den Einheimischen sucht, dann empfiehlt es sich, sich an die Theke zu setzten. Small Talk mit dem Wirt oder der Wirtin lädt auch andere dazu ein, sich in das Gespräch zu einzubringen. Bei den Schotten gilt es als aufdringlich, eine Dame ohne Begleitung einfach so anzusprechen, ein Gespräch über das schottische Wetter kann da schon Türen öffnen. 

Es ist üblich, sich gegenseitig Drinks zu spendieren: 'The next round is on me. What would you like?" Und es ist unhöflich, wenn man nicht die nächste Runde kauft, wenn man zuvor einen Drink ausgegeben bekommen hat.

Meine Lieblings-Pub ist die Crown Bar in Huntly. Moira und Frank sorgen für eine sehr angenehme Atmosphäre. Viele Gruppen treffen sich dort in der Lounge und an den Fenstern der Bar hängen immer kleine Poster, auf denen zu lesen steht, wann was wo passiert. 

Weil die Crown Bar schräg gegenüber der Stewart's Hall liegt, kommen viele Leute mal kurz für einen Drink rüber, wenn dort eine Veranstaltung statt findet.

Zwar gibt es dort nichts zu essen, dafür treffen sich dort aber sehr viele unterschiedliche Leute. Selbst wenn man nicht in Kontakt kommt, ist es interessant dort zu sitzen und Leute zu beobachten. Moira und Frank sind auch immer gerne für einen Plausch zu haben und geben gerne Auskunft.


Crown Bar in Huntly

Der Eingang zur Bar ist an der Ecke und der Eingang zur Lounge ist in der Seitenstrasse (schwarze Türe).

Gewöhnlich ist niemand hinter der wunderschönen Holztheke in der Lounge, dafür gibt es aber dort eine elektrische Klingel. Wenn man die bedient, kommen Moira oder Frank und geben einem mit ihrer höflichen Freundlichkeit, was immer man bestellt.

Auf der facebook Seite kann man vorab einen Eindruck gewinnen und auch mal eine Nachricht hinterlassen.

https://www.facebook.com/CrownBarHuntly

Hier noch ein paar generelle Regeln. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht in in Pubs mitgenommen werden, auch nicht, wenn dort eine Veranstaltung statt findet. Ausnahmen können Pubs sein, die Bar Meals servieren, aber dann oft auch nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit.

Das Mindestalter, um ohne Begleitung eines Erwachsenen (Eltern) in ein Pub zu gehen ist 18.

Pubs haben verschiedene Licenses, was bedeutet, dass die Regeln von Pub zu Pub unterschiedlich sind. Im Zweifelsfall einfach fragen.

Wie in allen anderen öffentlichen Gebäuden gilt auch in Pubs ein generelles Rauchverbot.




Thursday, 6 February 2014

Winter

ist normalerweise nicht unbedingt die Hauptreisezeit, um Schottland zu besuchen. Obwohl in den Cairngorms in den Grampian Highlands liegt gewöhnlich Schnee im Winter.

Kinnairdy Castle


In den tieferen Lagen sieht das ganz anders aus. Von gar keinem Schnee bis zu ein bis zwei Wochen eingeschneit geht alles. Meistens kommt der Schnee, wenn man ihn am wenigsten braucht. Aber dann verzaubert er des Winters Dunkelheit.



Natürlich versuchen Schneepflüge die Straßen so schnell wie möglich zu räumen, aber oft geschieht das nur mit mäßigem Erfolg, weil starke Winde für unglaubliche Schneeverwehungen sorgen können.




Mit soviel Schnee, da stellt sich dann die Frage, wohin damit. Ganz einfach, der abtransportierte Schnee wird ins Meer gekippt. Und auch wenn es auf Meereshöhe kaum Schnee gibt, wenn er denn kommt, kann man sich seinem Zauber nur schwer entziehen.


Portsoy Harbour
So ist es dann auch auch nicht verwunderlich, dass die Schotten dem Sport in der weißen Pracht frönen. In Huntly befindet sich das Nordic Skiing Centre, die in 2014 vier Athleten (Andrew Musgrave, Andrew Young, Callum Smith and Posy Musgrave) nach Sochi zu den olympischen Winterspielen schicken.

Auch im Sommer ist das Nordic Skiing Centre einen Besuch wert, nicht nur liegt es malerisch an den Ufern des Deveron gelegen, man kann da auch Fahrräder ausleihen.

Tuesday, 21 January 2014

Huntly

ist eine Kleinstadt und liegt an der A96, ziemlich genau zwischen Aberdeen und Inverness. Von Aberdeen her kommend sind die ersten Zeichen von Huntly eher unscheinbar, ein Schild, dass zum Bahnhof und Battlehill verweist und eine metallene Eisenbahnbrücke, die mit Warnhinweisen für LKW Fahrer versehen ist, die auf die geringe Höhe der Brücke hinweisen. Sobald man unter der Brücke durch kommt, sieht man dann nur noch einen großen Verkehrskreisel und den Supermarkt ASDA. 

Der Eindruck täuscht und wird Huntly in keinster Weise gerecht. Das einzige was auf die Einzigartikeit von Huntly verweist, ist das Ortsschild auf dem unter dem Namen "Room to Roam" (Platz zum Herumschweifen) steht. Huntly macht dem Motto alle Ehre und es wird viele Blogeinträge brauchen, um auch nur ansatzweise die Vielfältigkeit dieser Kleinstadt zu beschreiben.


Kamin
Huntly ist ein von der Landwirtschaft geprägter Ort, mit einer faszinierenden Geschichte. Der Ort ist der Wohnsitz der einst mächtigen Gordons, deren Macht, Reichtum und Einfluß das Stadtbild deutlich geprägt hat. Die prächtigen Ruinen von Huntly Castle zeugen noch heute davon. Der Besucher kann sich über drei begehbare Stockwerke ein Bild von der beeindruckenden Architektur machen, welche den Reichtum der Gordens wiedergibt, der einstmals dem des schottischen Hofes gleichkam und dem Cock o'North (wie der damalige Earl genannt wurde) das Leben kostete, weil Queen Mary seine Macht fürchtete und ihm die Flügel stutzte. Nachdem die Burg im Laufe der Geschichte arg in Mitleidenschaft gezogen wurde und Festungen eher edlen Schlößern wichen, bauten die Gordons ganz einfach ein Schloß nicht weit entfernt von der alten Burg. Heute dient dieses Schloß als Hotel.


Die architektonische Bauleidenschaft der Gordons blieb nicht nur auf die Burg beschränkt. Sie, als auch einige Wohltäter spendeten der Stadt Gebäude zum Wohle aller. Auf dem Weg zur Burg fährt der Besucher unter dem Torbogen des Simpson Buildings durch, welches zu den Gordon Schools gehört, die einstmals von der Herzogin von Gordon begründet wurden.


Brander Building
Die Brander Bibliothek liegt direkt im Zentrum, am Marktplatz und ist wohl eines der schönsten. Heutzutage beherbergt das Gebaüde neben der Biblothek auch noch den Huntly Development Trust und Deveron Arts.

Der Marktplatz (The Square) ist auch heute noch ein Treffpunkt für die Leute von Huntly. Besonders an Markttagen, die immer an jedem ersten Samstag im Monat statt finden, werden Nachrichten ausgetauscht und anstehende Angelegenheiten erledigt. Die Erfahrung hat gelehrt, dass dies in Huntly die beste Kommunikationsmethode ist, noch vor Telefon, Email und Handy.


Stewart's Hall mit Glockenturm
Unweit des Marktplatzes, in der Gordon Street, befindet sich die Stewart's Hall, ein weiters Gebäude, dass der Stadt von einem Herrn Stewart gespendet wurde. Die Halle ist sowas wie die gute Stube von Huntly. Theater, Musicals und Ceilidhs finden hier statt, sowie Coffee Mornings an jedem Samstag. Coffee Mornings sind gemeinützige Veranstaltungen, mit denen Geld für verschiedene gute Zwecke verdient wird. Man bezahlt Eintritt und in dem Eintritt sind eine Tasse Tee oder Kaffee, sowie ein Buttery enthalten. Butterys sind eine schottische Spezialität aus dem Nordosten. Ein gehaltvolles Gebäck, dass wegen der guten Haltbarkeit bevorzugt von den Fischer mit auf See genommen wurde. Sie werden getostet und mit Butter und Marmelade gegessen.

Viele Orte haben Coffee Mornings aber keiner mit solcher regelmäßigkeit wie Huntly. Sie beginnen gewöhnlich um 10 Uhr und enden um 12 Uhr. Begleitet werden diese Ereignisse von Verlosungen und sie bieten eine wunderbare Gelegenheit, die Einheimischen zu beobachten.

Eine weitere Gelegenheit, sich unters Volk zu mischen, bieten musikalische Veranstaltungen, die Ceilidhs. Örtliche Musikgruppen spielen im Sommer an jedem Mittwoch in der Stewart's Hall zum Tanze auf. Die genauen Zeiten kann man im Huntly Events Kalender erfahren.