Wie schon in diesem Blog beschrieben, ist Huntly ein bezaubernder Ort, in dem es sich fantastisch Urlaub machen lässt.
Wer mehr über die örtlichen Gegebenheiten in Huntly erfahren möchte, kann jetzt mehr über den Ort auf Huntly.de nachlesen, komplett auf Gordon Dress Tartan präsentiert.
Der Nordosten Schottlands ist touristisch nicht wirklich erschlossen. Dieser Blog soll helfen, einige dieser Lücken zu füllen und eine Einsicht in dieses etwas andere Schottland zu geben.
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Monday, 19 January 2015
Sunday, 18 January 2015
Rhynie
ist eine kleine Ortschaft mit rund
300 Bewohnern liegt 12 Meilen südlich von Huntly. Wenn Rhynie auch
auf den ersten Blick nicht besonders spannend anmutet, ist hier viel
zu entdecken!
Die Rhynie Chert ist ein Hornstein der
in Rhynie vorkommt und zu den bedeutendsten fossil-führenden
Gesteinen des unteren Devon zuzuordnen ist. In diesem Gestein wurde
die fossile Pflanze Rhynia gefunden. Der Ort gab ihr ihren Namen.
Rhynie's Landschaft deutet auf eine
reiche Geschichte. Es gibt hier viele Piktische Funde und Hillforts.
Dazu zählen unter anderem Tap o' Noth, Weedlemount und der Ord. Auf
den Tap führt ein gut zu erreichender Fußweg. Oben angekommen hat
man einen wunderbaren Ausblick über die Region. An klaren Tagen kann
man sogar das Meer im Norden sehen.
In Rhynie wurden piktische Symbolsteine gefunden. Einige davon kann man nahe dem Friedhof und auf dem Square besichtigen. Der Craw Stane ist ein besonders schönes Exemplar.
Weitere Symbolsteine, unter anderem der Rhynie Man, sind
nicht mehr an Ort und Stelle anzufinden, sondern verbringen ihr
Dasein in öffentlichen Ämtern in Aberdeen.
Eine hier ansässige
Künstlergruppe, die Rhynie Woman, haben es sich zur Aufgabe gemacht
mit Humor und Witz ihren Rhynie Man wieder zurück nach Rhynie zu
bringen.
Eine Gruppe von Archäologen kommt Jahr
um Jahr nach Rhynie und gräbt nach Piktischen Funden. Der Name
Rhynie bedeutet 'Ein sehr königlicher Ort' weist darauf hin, dass
Rhynie einmal ein Königreich war. Wer hätte das von so einem
unscheinbaren Örtchen gedacht!
__________________________________
Vielen Dank an Anna Vermehren, die diesen Beitrag verfasst hat. Sie lebt in Rhynie und ist ein Mitglied der oben beschriebenen Künstlergruppe Rhynie Woman. Diese Gruppe veranstaltet immer wieder interessante Events, die einen Besuch lohnen.
Thursday, 1 January 2015
Winterimpressionen
In den Cairngorms liegt im Winter gewöhnlich immer Schnee. Aber sobald man in die Region an der Küste kommt, die meist nicht mehr als 300m über den Meeresspiegel hinauskommt, ist Schnee eher selten, selbst, wenn es kalt wird. Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt jedoch für einen Winterzauber der etwas anderen Art, wenn Polarluft für mehrere Tage die Temperaturen bestimmt.
Dicker Rauhreif lagert sich überall da ab, wo der Untergrund kalt genug ist und verzaubert die Landschaft.
Das ansonsten durch den Golfstrom bedingte, milde Klima erlaubt im Winter eine eigentümliche Mischung aus grünem Gras mit der, von der Polarluft gefrohrenen, Feuchtigkeit.
Auf Strassen an geschützten Stellen kann sich der Rauhreif schon mal so dick ansammeln, dass er sich von Schneematsch nicht mehr unterscheiden lässt.
Dicker Rauhreif lagert sich überall da ab, wo der Untergrund kalt genug ist und verzaubert die Landschaft.
Das ansonsten durch den Golfstrom bedingte, milde Klima erlaubt im Winter eine eigentümliche Mischung aus grünem Gras mit der, von der Polarluft gefrohrenen, Feuchtigkeit.
Auf Strassen an geschützten Stellen kann sich der Rauhreif schon mal so dick ansammeln, dass er sich von Schneematsch nicht mehr unterscheiden lässt.
Thursday, 6 February 2014
Winter
ist normalerweise nicht unbedingt die Hauptreisezeit, um Schottland zu besuchen. Obwohl in den Cairngorms in den Grampian Highlands liegt gewöhnlich Schnee im Winter.
In den tieferen Lagen sieht das ganz anders aus. Von gar keinem Schnee bis zu ein bis zwei Wochen eingeschneit geht alles. Meistens kommt der Schnee, wenn man ihn am wenigsten braucht. Aber dann verzaubert er des Winters Dunkelheit.
Natürlich versuchen Schneepflüge die Straßen so schnell wie möglich zu räumen, aber oft geschieht das nur mit mäßigem Erfolg, weil starke Winde für unglaubliche Schneeverwehungen sorgen können.
Mit soviel Schnee, da stellt sich dann die Frage, wohin damit. Ganz einfach, der abtransportierte Schnee wird ins Meer gekippt. Und auch wenn es auf Meereshöhe kaum Schnee gibt, wenn er denn kommt, kann man sich seinem Zauber nur schwer entziehen.
So ist es dann auch auch nicht verwunderlich, dass die Schotten dem Sport in der weißen Pracht frönen. In Huntly befindet sich das Nordic Skiing Centre, die in 2014 vier Athleten (Andrew Musgrave, Andrew Young, Callum Smith and Posy Musgrave) nach Sochi zu den olympischen Winterspielen schicken.
Auch im Sommer ist das Nordic Skiing Centre einen Besuch wert, nicht nur liegt es malerisch an den Ufern des Deveron gelegen, man kann da auch Fahrräder ausleihen.
| Kinnairdy Castle |
In den tieferen Lagen sieht das ganz anders aus. Von gar keinem Schnee bis zu ein bis zwei Wochen eingeschneit geht alles. Meistens kommt der Schnee, wenn man ihn am wenigsten braucht. Aber dann verzaubert er des Winters Dunkelheit.
Natürlich versuchen Schneepflüge die Straßen so schnell wie möglich zu räumen, aber oft geschieht das nur mit mäßigem Erfolg, weil starke Winde für unglaubliche Schneeverwehungen sorgen können.
Mit soviel Schnee, da stellt sich dann die Frage, wohin damit. Ganz einfach, der abtransportierte Schnee wird ins Meer gekippt. Und auch wenn es auf Meereshöhe kaum Schnee gibt, wenn er denn kommt, kann man sich seinem Zauber nur schwer entziehen.
| Portsoy Harbour |
Auch im Sommer ist das Nordic Skiing Centre einen Besuch wert, nicht nur liegt es malerisch an den Ufern des Deveron gelegen, man kann da auch Fahrräder ausleihen.
Tuesday, 4 February 2014
Das Wetter
Die Kurzfassung ist die, immer was Anziehen zum Ausziehen, weil sich das Wetter oftmals während des Tages ändert.
Die etwas langatmigere Erklärung geht so:
Generell hat der Nordosten Schottlands das schönste und trockenste Wetter in Schottland.
Die Großwetterlagen werden vom Jetstream bestimmt, der das Wetter der britischen Inseln beeinflußt. Nördlich des Jetstreams bringt kalte Polarluft Regen zu den Inseln und südlich davon wird Warmluft vom Atlantik herangezogen.
Der Golfstrom sorgt dafür, dass es im Winter nicht zu kalt wird. In der Regel sind die Winter in Schottland wärmer als in Deutschland.
Unglücklicherweise wird der Jetstream vom Abschmelzen der Polarkappen beeinflusst, was in den vergangenen Jahren für extreme Wetterlagen gesorgt hat.
Normalerweise sieht der Verlauf des Jetstreams im Sommer so aus:
Im Sommer 2012 verlief der Jetstream sehr viel südlicher:
Als Konsequenz hatte Schottland einen extrem nassen Sommer mit entsprechen hohen Ernteeinbußen. 2013 sah es dann ganz anders aus, ungewöhnlich warm und angenehm trocken.
Weil alle Wettergebiete mehr oder weniger vom Westen hereinkommen, treffen sie meist früher oder später auf die Grampien Higlands, die mit bis zu 1300m Höhe eine Schlachtwetterbarriere für tief hängende Wolken bilden. Mit weniger Feuchtigkeit gibt es auch kaum Midges (winzige Mücken), die einem im Westen Schottlands das Leben wirklich schwer machen können.
Die Nähe zum Meer bewirkt, dass die Baumgrenze in Schottland bei 500m liegt, so dass die Vegetation oft einen Alpinen Eindruck erweckt, wenn man mal von dem Strandginster (Goarse) absieht, den es in niedrigeren Höhenlagen im Überfluss gibt und der im Frühjahr der Luft einen angenehm, süßlichen Duft, ähnlich dem von Kokosnuss gibt.
Auch bewirkt die Nähe zum Meer, das es selten geschlossene Wolkendecken gibt. Tatsächlich kann es passieren, dass man im strahlendem Sonnenschein im strömenden Regen steht. So sind denn auch Regenbogen absolut keine Seltenheit.
Der oben abgebildete Regenbogen vermittelt nur einen schwachen Eindruck von der Vielfalt und den Farben der sonst so verfügbaren Regenbögen.
Vielleicht noch eine Anmerkung zu der Qualität des schottischen Regens. Sehr häufig kommt dieser horizontal, was Regenschirme nicht sehr effektiv macht. Und hin und wieder ist schottischer Regen sehr weich und fein, was ihn kaum wahrnehmbar macht, so das er auch nicht weiter stört. Sollte es wirklich mal richtig grau und ungemütlich sein, dann wird dies meist im Gespräch mit dem nächsten Schotten deutlich, der jede Unterhaltung wahrscheinlich mit: "What a dreich day!" beginnen wird.
Die etwas langatmigere Erklärung geht so:
Generell hat der Nordosten Schottlands das schönste und trockenste Wetter in Schottland.
Die Großwetterlagen werden vom Jetstream bestimmt, der das Wetter der britischen Inseln beeinflußt. Nördlich des Jetstreams bringt kalte Polarluft Regen zu den Inseln und südlich davon wird Warmluft vom Atlantik herangezogen.
Der Golfstrom sorgt dafür, dass es im Winter nicht zu kalt wird. In der Regel sind die Winter in Schottland wärmer als in Deutschland.
Unglücklicherweise wird der Jetstream vom Abschmelzen der Polarkappen beeinflusst, was in den vergangenen Jahren für extreme Wetterlagen gesorgt hat.
Normalerweise sieht der Verlauf des Jetstreams im Sommer so aus:
Im Sommer 2012 verlief der Jetstream sehr viel südlicher:
Als Konsequenz hatte Schottland einen extrem nassen Sommer mit entsprechen hohen Ernteeinbußen. 2013 sah es dann ganz anders aus, ungewöhnlich warm und angenehm trocken.
Weil alle Wettergebiete mehr oder weniger vom Westen hereinkommen, treffen sie meist früher oder später auf die Grampien Higlands, die mit bis zu 1300m Höhe eine Schlachtwetterbarriere für tief hängende Wolken bilden. Mit weniger Feuchtigkeit gibt es auch kaum Midges (winzige Mücken), die einem im Westen Schottlands das Leben wirklich schwer machen können.
Die Nähe zum Meer bewirkt, dass die Baumgrenze in Schottland bei 500m liegt, so dass die Vegetation oft einen Alpinen Eindruck erweckt, wenn man mal von dem Strandginster (Goarse) absieht, den es in niedrigeren Höhenlagen im Überfluss gibt und der im Frühjahr der Luft einen angenehm, süßlichen Duft, ähnlich dem von Kokosnuss gibt.
| Blauer Himmel und Regenwolken in friedlicher Eintracht |
Auch bewirkt die Nähe zum Meer, das es selten geschlossene Wolkendecken gibt. Tatsächlich kann es passieren, dass man im strahlendem Sonnenschein im strömenden Regen steht. So sind denn auch Regenbogen absolut keine Seltenheit.
Der oben abgebildete Regenbogen vermittelt nur einen schwachen Eindruck von der Vielfalt und den Farben der sonst so verfügbaren Regenbögen.
Vielleicht noch eine Anmerkung zu der Qualität des schottischen Regens. Sehr häufig kommt dieser horizontal, was Regenschirme nicht sehr effektiv macht. Und hin und wieder ist schottischer Regen sehr weich und fein, was ihn kaum wahrnehmbar macht, so das er auch nicht weiter stört. Sollte es wirklich mal richtig grau und ungemütlich sein, dann wird dies meist im Gespräch mit dem nächsten Schotten deutlich, der jede Unterhaltung wahrscheinlich mit: "What a dreich day!" beginnen wird.
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